Beim Kauf oder Verkauf eines Grundstücks stellt sich bei Solar- und Photovoltaikanlagen oft die praktische Frage, ob deren Wert Teil des »Grundstücks« ist und damit in die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer gehört. Entscheidend ist, ob die Anlage als Gebäudebestandteil mitübertragen wird oder ob sie als sogenannte Betriebsvorrichtung gilt. Denn Betriebsvorrichtungen zählen grunderwerbsteuerlich nicht zum Grundstück. Dann...Mehr lesen
Wer als Immobiliengesellschaft fast nur vermietet, kann den Gewerbeertrag oft vollständig von der Gewerbesteuer entlasten. Das gelingt über die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG). Die Vorschrift ist aber streng. Schon einzelne Aktivitäten, die nach »Grundstückshandel« aussehen, sind schädlich. Besonders kritisch ist eine schnelle Veräußerung mehrerer Objekte. Dann rückt...Mehr lesen
Die erweiterte Kürzung bei der Gewerbesteuer ist für viele Grundstücksunternehmen der Schlüssel, um Mieteinnahmen aus Immobilien von der Gewerbesteuer freizuhalten. Der Gesetzgeber begünstigt nach § 9 Nr. 1 Satz 2 Gewerbesteuergesetz (GewStG) aber nur Unternehmen, die ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten und nutzen. In der Praxis stellt sich deshalb oft die Frage, welche zusätzlichen Leistungen noch...Mehr lesen
Viele Kommanditisten nutzen den Investitionsabzugsbetrag, um Anschaffungen vorzufinanzieren und Steuern zu sparen. Später stellt sich oft die Frage, wie sich diese Gestaltung auf das Kapitalkonto und damit auf die Verlustverrechnungsgrenzen des § 15a Einkommensteuergesetz (EStG) auswirkt. In einem aktuellen Urteil vom 16.1.2025 unter dem Aktenzeichen IV R 28/23 klärt der Bundesfinanzhof gleich zwei Punkte. Zum...Mehr lesen
Wer vor oder während einer Ehe Vermögen auf den Partner überträgt, denkt oft an »fairen Ausgleich« und nicht an Steuern. Schenkungsteuerlich zählt aber nicht das Bauchgefühl, sondern ob der Empfänger auf Kosten des anderen bereichert wird und ob dem eine echte, rechtlich durchsetzbare Gegenleistung gegenübersteht. Genau daran scheitern viele Ehevertragsklauseln, wenn sie pauschal künftige Scheidungsfolgen...Mehr lesen
Wenn Ehegatten einander Räume vermieten, schaut die Finanzverwaltung besonders genau hin. Steuerlich werden Mieteinnahmen nur dann als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erfasst und die Miete beim nutzenden Ehegatten als Betriebsausgabe oder Werbungskosten anerkannt, wenn der Vertrag ernsthaft gewollt ist und wie unter fremden Dritten gelebt wird. In der Praxis entzündet sich Streit oft an...Mehr lesen
Wenn eine gewerblich geprägte Personengesellschaft Immobilien hält, gelten ihre Einkünfte oft als gewerblich, obwohl tatsächlich »nur« vermietet wird. Fällt die gewerbliche Prägung weg, endet der Gewerbebetrieb steuerlich und die Gesellschaft wird vermögensverwaltend. Dann stellt sich sofort die praktische Frage, mit welchem Wert die Gebäude künftig abzuschreiben sind, wenn sie nach der Betriebsaufgabe weiterhin vermietet werden....Mehr lesen
Wer die eigene Beerdigung schon zu Lebzeiten finanziell regeln will, schließt häufig einen Bestattungsvorsorgevertrag oder eine Treuhandlösung ab. Steuerlich liegt der Gedanke nahe, solche Zahlungen als »außergewöhnliche Belastungen« abzusetzen, weil Bestattungskosten bei Hinterbliebenen unter bestimmten Voraussetzungen nach § 33 Einkommensteuergesetz (EStG) berücksichtigt werden können. Genau hier liegt die Kernfrage: Entsteht die steuerlich relevante Belastung bereits...Mehr lesen