Wenn ein Erbbaurecht verlängert wird, stellt sich die steuerrechtlich bedeutsame Frage, wie die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer zu ermitteln ist. Im Mittelpunkt steht dabei, ob und inwieweit der für den Verlängerungszeitraum vereinbarte Erbbauzins in kapitalisierter Form und gegebenenfalls zeitlich abgezinst in die Steuerberechnung einzubeziehen ist. Die steuerliche Problematik betrifft insbesondere die Bewertung der Gegenleistung im...Mehr lesen
Die umsatzsteuerliche Behandlung von Unternehmensverkäufen kann erhebliche finanzielle Auswirkungen für die beteiligten Parteien haben. Eine besondere Rolle spielt dabei die sogenannte Geschäftsveräußerung im Ganzen nach § 1 Absatz 1a Umsatzsteuergesetz (UStG). Wird ein Unternehmen oder ein gesondert geführter Unternehmensteil im Ganzen an einen anderen Unternehmer übertragen, ist dieser Vorgang nicht umsatzsteuerbar – mit der Folge,...Mehr lesen
Bargeschäfte, insbesondere in der Gastronomie, unterliegen steuerlich besonderen Aufzeichnungspflichten, da hier ein hohes Risiko für Manipulationen bei den Einnahmen besteht. Wenn ein Restaurant vornehmlich Barumsätze generiert, erwartet das Finanzamt eine ordnungsgemäße Kassenführung mit lückenloser Dokumentation. Verstoßen Steuerpflichtige gegen diese Pflichten – etwa durch fehlende Z-Bons, mangelhafte Kassenberichte oder manipulierte Kassensysteme –, kann das Finanzamt die...Mehr lesen
Im Gewerbesteuerrecht stellt die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) eine steuerliche Begünstigung für Unternehmen dar, die ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten und nutzen. Die Regelung dient dazu, Grundstücksunternehmen von der Gewerbesteuer zu entlasten, wenn sie keine gewerblichen Tätigkeiten neben der Vermietung ausüben. Dabei ist der Begriff der Ausschließlichkeit zentral:...Mehr lesen
Die Schenkungsteuer erfasst nicht nur offensichtliche unentgeltliche Zuwendungen zwischen Privatpersonen, sondern auch komplexe Vorgänge im Gesellschaftsrecht, bei denen durch Umstrukturierungen oder gezielte Transaktionen mittelbare Vermögensverschiebungen stattfinden. Ein solcher Fall liegt dann vor, wenn Anteile an einer Kapitalgesellschaft unter Wert an die Gesellschaft selbst veräußert werden und dies zu einer Werterhöhung der Anteile der verbleibenden Gesellschafter...Mehr lesen
Im Bereich der Besteuerung von Kapitalanlagen stellt sich regelmäßig die Frage, wie komplex ausgestaltete Finanzprodukte steuerlich einzuordnen sind. Besonders strittig ist dabei häufig, ob Gewinne aus solchen Anlagen dem pauschalen Abgeltungsteuersatz oder dem persönlichen Steuersatz unterliegen und ob Verluste verrechnet werden dürfen. Das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 8.5.2024 unter dem Aktenzeichen VIII R 28/20 beleuchtet...Mehr lesen
Die steuerliche Festsetzung von Verspätungszuschlägen ist ein wesentlicher Bestandteil des Steuerrechts und dient dazu, die fristgerechte Abgabe von Steuererklärungen zu sichern. Dabei stellt sich die Frage, in welchen Fällen ein Verspätungszuschlag zwingend festzusetzen ist und wann eine solche Festsetzung ausgeschlossen oder ermessensabhängig ist. Insbesondere bei Feststellungserklärungen stellt sich die Problematik, ob die gesetzlich vorgesehenen Ausnahmen...Mehr lesen
Die Besteuerung von Schenkungen unterliegt speziellen Regelungen, insbesondere wenn es um die unentgeltliche oder teilunentgeltliche Übertragung von Unternehmensanteilen geht. In diesem Zusammenhang stellt sich oft die Frage, ob eine Vermögensverschiebung innerhalb einer Familie oder zwischen Gesellschaftern steuerpflichtig ist. Besonders relevant wird dies, wenn der Wert von Geschäftsanteilen durch eine externe Handlung, wie den Verzicht auf...Mehr lesen