Vorruhestandsmodelle sind für Unternehmen ein wichtiges Mittel der Personalplanung. Steuerlich entsteht dabei schnell die Frage, ob künftige Zahlungen an Beschäftigte schon vor Beginn der Freistellungsphase gewinnmindernd berücksichtigt werden dürfen. Das betrifft vor allem Rückstellungen. Sie mindern den Gewinn bereits in dem Jahr, in dem die Verpflichtung wirtschaftlich verursacht ist. Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass...Mehr lesen
Bei der Übertragung eines Betriebs stellt sich umsatzsteuerlich oft die entscheidende Frage, ob wirklich einzelne Wirtschaftsgüter verkauft werden oder ob ein ganzer Betrieb übergeht. Das ist wichtig, weil eine Geschäftsveräußerung im Ganzen nach § 1 Absatz 1a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) nicht der Umsatzsteuer unterliegt. Voraussetzung ist aber, dass ein Unternehmen oder ein gesondert geführter Betrieb...Mehr lesen
Investitionsabzugsbeträge sollen kleinere und mittlere Betriebe entlasten, wenn sie künftig in bewegliche Wirtschaftsgüter investieren wollen. Der steuerliche Vorteil entsteht dadurch, dass ein Teil der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten schon vor der Investition gewinnmindernd abgezogen werden kann. Streitig ist dabei oft nicht die geplante Anschaffung, sondern die Frage, ob der Betrieb überhaupt klein genug ist. Seit...Mehr lesen
Bei Firmenwagen von Kapitalgesellschaften wird es steuerlich schnell heikel, wenn ein Gesellschafter-Geschäftsführer jederzeit auf betriebliche Fahrzeuge zugreifen kann. Denn dann stellt sich die Frage, ob das Finanzamt auch ohne Fahrtenbuch und trotz eines privaten Nutzungsverbots annehmen darf, dass die Fahrzeuge privat genutzt wurden. Für eine GmbH kann das teuer werden. Wird dem Gesellschafter durch die...Mehr lesen
Wer ein Wirtschaftsgut dauerhaft vermietet, kann Verluste steuerlich nur abziehen, wenn er damit auf längere Sicht einen Überschuss erzielen will. Diese Einkunftserzielungsabsicht wird besonders wichtig, wenn über Jahre hohe Verluste entstehen. Dann stellt sich die Frage, ob eine ernsthafte wirtschaftliche Tätigkeit vorliegt oder ob private Interessen im Vordergrund stehen. Im Streitfall hatte ein Unternehmer im...Mehr lesen
Wertpapiere können wirtschaftlich nahezu wertlos erscheinen, ohne dass steuerlich bereits ein Verlust entstanden ist. Für private Kapitalanlagen gilt grundsätzlich das Realisationsprinzip. Ein bloßer Kursverfall oder eine vorübergehende Handelssperre reicht nicht aus. Erforderlich ist regelmäßig eine Veräußerung, eine endgültig ausbleibende Rückzahlung oder ein vergleichbarer endgültiger Rechtsverlust. Das Sächsische Finanzgericht musste klären, ob diese Voraussetzungen bei russischen...Mehr lesen
Beim Kauf eines Grundstücks entsteht Grunderwerbsteuer schon mit Abschluss des notariellen Kaufvertrags. Das gilt auch dann, wenn der Eigentumsübergang im Grundbuch erst später erfolgt. Wird der Kaufvertrag anschließend wieder aufgehoben, kann die Steuer unter bestimmten Voraussetzungen wieder entfallen. Dafür reicht es aber nicht, dass ein Käufer wirtschaftlich aus dem Geschäft herauskommt. Entscheidend ist, ob der...Mehr lesen
Wer eine Entschädigung wegen der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses erhält, muss den gesamten Betrag grundsätzlich im Jahr der Auszahlung versteuern. Die sogenannte Fünftelregelung verteilt die Einnahme nicht auf fünf Jahre. Sie sorgt nur dafür, dass die Steuer auf die einmalige Zahlung günstiger berechnet wird. Werden elektronisch übermittelte Lohndaten im Steuerbescheid falsch berücksichtigt, kann das Finanzamt den...Mehr lesen